Scheidenpilz-Medikamente: Den Pilz richtig behandeln

Scheidenpilz-Infektionen lassen sich heute gut behandeln. Fungizide Medikamente töten die Erreger direkt ab und Milchsäurebakterien stärken die natürliche Scheidenflora.

  • Frau fasst sich an den nackten Bauch.
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Drei von vier Frauen trifft es irgendwann einmal: starker Juckreiz, Brennen, Rötungen und Ausfluss – kurz: Scheidenpilz. Er kann viele Ursachen haben, alle mit der Folge, dass das gesunde milchsaure Milieu der Scheide gestört wird. Hefepilze können sich ungebremst vermehren und verursachen die unangenehmen Symptome. Erfahren Sie, wie man mit Scheidenpilz-Medikamenten dem Pilz zu Leibe rücken kann.

Clotrimazol bekämpft den Pilz

Der Wirkstoff Clotrimazol, der in Scheidenpilz-Medikamenten wie beispielsweise KadeFungin 3 enthalten ist, hemmt das Pilzwachstum. In höheren Konzentrationen tötet er den Pilz ganz ab (fungizide Wirkung). Es gibt auch Scheidenpilz-Medikamente, die sogenannte Nystatine oder Triazole enthalten. Clotrimazol hat gegenüber diesen Wirkstoffen den Vorteil, dass es einfach lokal in der Scheide und über einen kurzen Zeitraum angewendet werden kann. Die vaginale Behandlung mit Nystatin dauert etwas länger, Triazole müssen als Tabletten geschluckt oder manchmal auch gespritzt werden. Scheidenpilz-Medikamente mit den Wirkstoffen Clotrimazol und Nystatin können auch in der Schwangerschaft angewendet werden, nur bei den Triazolen wird dies nicht empfohlen.

KadeFungin® 3 Kombi-Packung, Vaginaltabletten und Creme. Wirkstoff: Clotrimazol. Anwendungsgebiete: Infektionen der Scheide und des äußeren Genitalbereiches durch Hefepilze (Candida albicans). Die Creme enthält Cetylstearylalkohol. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Stand: 03/2013

Die Kombination macht’s

Es gibt KadeFungin 3 in Form von Scheidentabletten und als Clotrimazol-haltige Creme, die in die Scheide eingebracht werden. In der Kombipackung besteht das Präparat aus drei Vaginaltabletten und einer Creme, die dreimal täglich dünn auf die Schamlippen gestrichen wird. Cremen Sie auch den Damm und den Analbereich mit ein – auch hier kann der Pilz wachsen. Führen Sie zudem jeden Abend eine Tablette in die Scheide ein. Über Nacht löst diese sich langsam auf und gibt den Wirkstoff genau dort ab, wo er wirken soll. Daher sollte die Tablette auch nicht tagsüber eingeführt werden: Sie löst sich auf und fließt heraus, ohne lange genug an Ort und Stelle gewesen zu sein.

KadeFungin® 3 Kombi-Packung, Vaginaltabletten und Creme. Wirkstoff: Clotrimazol. Anwendungsgebiete: Infektionen der Scheide und des äußeren Genitalbereiches durch Hefepilze (Candida albicans). Die Creme enthält Cetylstearylalkohol. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Stand: 03/2013

  • Produktbild: KadeFungin3 Kombipackung.
    KadeFungin® 3 Kombi-Packung, Vaginaltabletten und Creme. Wirkstoff: Clotrimazol. Anwendungsgebiete: Infektionen der Scheide und des äußeren Genitalbereiches durch Hefepilze (Candida albicans). Die Creme enthält Cetylstearylalkohol.Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Stand: 03/2013

Übrigens: Während der Periode könnte das Scheidenpilz-Medikament aus der Scheide heraus „gespült“ werden. Verschieben Sie die Behandlung also besser auf die Zeit danach, um sicher zu gehen, dass es gut wirkt.

Kurze Behandlung – große Wirkung gegen Scheidenpilz

Mit KadeFungin 3 können Sie den Scheidenpilz innerhalb von drei Tagen erfolgreich bekämpfen. Allerdings: Brechen Sie die Behandlung nicht ab, weil es Ihnen schon viel besser geht! Halten Sie unbedingt die drei Tage konsequent durch, sonst besteht die Möglichkeit, dass sich der Pilz schon nach sehr kurzer Zeit wieder ausbreitet. Wenn Sie Sorge haben, dass Sie die Tablette oder Creme im Laufe des Tages vergessen, stellen Sie sich doch einfach einen Reminder im Smartphone ein – er erinnert Sie dann diskret an Ihre Behandlung.

KadeFungin 3 ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich: Frauen, die schon einmal eine Pilzinfektion durchgemacht haben und die Symptome gut kennen, können dieses Scheidenpilz-Medikament dort ohne vorherigen Arztbesuch bekommen und sich selbst behandeln. Die meisten Frauen vertragen KadeFungin 3 sehr gut. Sollten Sie doch einmal das Gefühl haben, Nebenwirkungen zu spüren, schauen Sie auf jeden Fall in die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

KadeFungin® 3 Kombi-Packung, Vaginaltabletten und Creme. Wirkstoff: Clotrimazol. Anwendungsgebiete: Infektionen der Scheide und des äußeren Genitalbereiches durch Hefepilze (Candida albicans). Die Creme enthält Cetylstearylalkohol. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Stand: 03/2013

Unterstützung der Scheidenflora

Milchsäurebakterien erfüllen in der gesunden Scheide wichtige Funktionen: Neben der Milchsäure, die für den sauren pH-Wert der Scheide wichtig ist, produzieren sie weitere Stoffe, die die Scheide schützen und das Wachstum von krankmachenden Keimen bremsen oder diese sogar abtöten. Durch verschiedene Faktoren kann diese Balance verloren gehen – und eine Pilz- oder Bakterieninfektion kann die Folge sein.

Um die Scheidenflora nach einer Infektion wieder ins Gleichgewicht zu bringen und so weiteren Infekten vorzubeugen, können Sie gesunde Milchsäurebakterien von außen zuführen. Sie können sich aber auch vorbeugend behandeln, beispielsweise wenn Sie zu Scheideninfektionen neigen oder wenn Sie Antibiotika einnehmen müssen. Dadurch unterstützen Sie Ihren Körper dabei, die Scheidenflora in Balance zu halten.

  • Produktbild: KadeFungin FloraProtect mit Blister und Applikator.

Die Anwendung ist ganz einfach: Führen Sie einfach jeden zweiten Tag vor dem Schlafengehen eine Tablette KadeFungin FloraProtect in die Scheide ein. Es ist ratsam, dies über zwei Wochen zu tun, damit Ihre Scheidenflora sich in Ruhe regenerieren kann. Da die in KadeFungin FloraProtect enthaltenen Milchsäurebakterien durch Scheidenpilz-Medikamente und einige der gängigen Antibiotika nicht abgetötet werden, können sie direkt nach einer Behandlung angewendet werden.

Tipp: Denken Sie in den Nächten der Anwendung an eine Slipeinlage – falls doch einmal etwas herausläuft.

Hartnäckiger und wiederkehrender Scheidenpilz

Bei manchen Frauen helfen weder die gängigen Scheidenpilz-Medikamente noch die Unterstützung mit Milchsäurebakterien. In diesen Fällen muss der behandelnde Arzt auf Spurensuche gehen. In 10% aller Scheidenpilz-Infektionen sind es andere Pilzarten als Candida albicans, die Probleme verursachen. Auch bei Frauen, die immer wieder – oft mehrmals im Jahr – Probleme mit Scheidenpilz haben, wird man genauer hinschauen.

Liegt eine andere Erkrankung zugrunde, z.B. ein nicht erkannter Diabetes mellitus, eine nicht erkannte Infektion des Partners oder eine geschwächte Immunabwehr, zu der es schon durch zu viel Stress kommen kann, sollte dies in jedem Fall geklärt und behandelt werden. Es kann auch sein, dass über einen deutlich längeren Zeitraum mit einem bestimmten Scheidenpilz-Medikament behandelt werden muss.

Scheidenpilz – Grunderkrankungen behandeln

Frauen, die an Scheidepilz leiden und eine andere Erkrankung wie beispielsweise Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) haben, sollten diese unbedingt behandeln lassen: Studien haben ergeben, dass sich Scheidenpilz erst dann erfolgreich bekämpfen lässt, wenn eine chronische Erkrankung, die ihn begünstigt, unter Kontrolle ist. Scheidenpilz wird daher oft auch als „Krankheit der Erkrankten“ bezeichnet, weil eine Schwächung des Körpers dafür sorgen kann, dass er sich gegen den Pilz nicht mehr richtig zu Wehr setzen kann.

Neue Erkenntnisse aus der Forschung – besonders interessant für Schwangere

Sehr viele Neugeborene erkranken im ersten Lebensjahr an Mundsoor und Windeldermatitis. Diese Hauterkrankungen traten in einer Studie deutlich seltener auf, wenn die Mütter ab etwa sechs Wochen vor der Geburt ein Scheidenpilz-Medikament anwendeten. Man vermutet, dass die Kinder sich während der Geburt dann nicht mit dem Hefepilz infizieren – und deshalb auch keine Hautentzündung bekommen. Inwiefern das für Sie und Ihre Ungeborenes sinnvoll ist, darüber wird Sie Ihre Frauenärztin beraten.